Nicht nur das heutige Seniorenheims Zur Höhe selber, auch die Umgebung sah einmal ganz anders aus!
Die Holtenser Landstraße war schon immer eine wichtige Verkehrsverbindung von Hameln zu den Dörfern Holtensen, Unsen und Welliehausen, nicht zuletzt wegen der Steinbrüche in Welliehausen und den Süntelschotterwerke.
Deshalb wurde bereits 1829 auf der damaligen “Wedemeier Höhe” das Lokal und Waldrestaurant “Zur Höhe” errichtet. Es hatte eine Veranda und schöne Parkanlagen und war ein gern und viel besuchtes Lokal.
Im Jahr 1935 wurde aus dem Waldrestaurant das Tanz- und Ausflugslokal “Zur Höhe”. Das Tanzlokal ist sicherlich vielen älteren “Hamelnern” noch in guter und lebhafter Erinnerung geblieben. Hier hat man sich vergnügt: Es wurde getanzt, gelacht und natürlich auch geflirtet. Manch spätere Ehe wurde hier geknüpft.
1943 kam dann das Aus für das Tanzlokal. Nach dem Kriegsende diente es den Alliierten für die Unterbringung Menschen aus den Ostländern, 1948 wurde es allerdings wieder geräumt, denn man war dem Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die insbesondere aus Schlesien kamen, nicht gewachsen. Im ganzen Landkreis suchte man besonders für alte und pflegebedürftige Menschen Unterkünfte.
1949 wurde das ehemalige Lokal deshalb in ein Seniorenheim umgebaut. So kam es, dass zeitweise bis zu 80 Senioren die damals engen Räume des ehemaligen Waldrestaurants bewohnten
Das heutige Seniorenheim findet seinen Ursprung jedoch in den späten Sechzigern, wie in der Deister- und Weser-Zeitung vom 18. Dezember 1968 berichtet wird: “Landkreis baut Altenheim mit Pflegeabteilung - Ein 4,8 Millionen-Projekt”.
36 Jahre sind vergangen und viel hat sich seit Baubeginn verändert.
Seit Anfang der neunziger Jahre wird das Seniorenheim, das über 127 Pflegeplätze verfügt, ständig modernisiert und den aktuellen Anforderungen behinderter und pflegebedürftiger Menschen angepasst.




