Für Patienten

Grüne Damen

Die Grünen Damen und ein Herr sind im Sana Klinikum Hameln für Patienten unterwegs

Sie sind wie gute Feen im Klinikum, die gerne den einen oder anderen Wunsch der Patienten erfüllen. „Die Wünscherfüllung heißt häufig einfach nur zuhören. Da sein für Gespräche über das Alltägliche oder auch Ängste, die Patienten einfach mal loswerden möchten“, erzählt die Leiterin der Grünen Damen Gunda Hoefft. 

Die Grünen Damen sind 13 Damen, mit viel Lebenserfahrung und einem großen Herzen für die Anliegen und Sorgen kranker Menschen. Ihr Erkennungszeichen ist der grüne Kittel und ein grünes Halstuch. Seit über 30 Jahren sind die Grünen Damen unter dem Dachverband der evangelischen Krankenhaushilfe im Klinikum Hameln-Pyrmont unterwegs. „Wir machen alle Dinge, die nichts mit der Pflege zu tun haben“, so die gebürtige Hamelerin, die bereits seit 1999 die Grünen Damen des Klinikums begleitet. Neben den Gesprächen mit Patienten, sind das auch kleinere Besorgungen oder soziale Unterstützung. „Wir holen auch gerne mal eine Zeitung aus dem Kiosk oder bringen persönliche Dinge vorbei, die vor einem spontanen Klinikaufenthalt nicht mehr mitgenommen werden konnten“,  sagt Gunda Hoefft und ergänzt „in manchen Fällen unterstützen wir zum Beispiel auch nicht sesshafte Patienten durch Hilfestellung über das Rote Kreuz oder unser Spendenkonto.“ Gunda Hoefft, die selbst durch einen Zeitungsartikel darauf aufmerksam wurde, dass die Grünen Damen Ehrenamtliche suchen, war früher bei der Bundesbahn tätig; die Umstellung auf neue Computerlösungen wollte Sie nicht mehr mit machen. Jetzt arbeitet sie schon seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Grünen Damen im Sana Klinikum.

Nicht alle Grünen Damen kommen, wie Gunda Hoefft aus Hameln, einige haben auch eine etwas längere Anfahrt aus Aerzen oder sogar aus Auetal. Das Klinikum unterstützt die Arbeit der Grünen Damen finanziell, so können auch Anfahrtskosten beglichen werden. „Auf den Stationen sind wir zu Hause. Jede hat ihre Stationen, die sie regelmäßig besucht“, sagt sie und berichtet „Wir  bieten jedem Patienten unsere Hilfe an. Natürlich nach Rücksprache mit den Schwestern der Stationen, die uns häufig den ein oder andern Tipp geben, wem wir mit unserer Anwesenheit heute besonders gut tun würden.“

Die Grünen Damen verschenken gerne ihre Zeit. Dazu gehört jedoch nicht nur Freudiges, auch Probleme und Trauriges erleben sie bei ihren dreimal wöchentlichen Rundgängen durch das Klinikum. „Besonders tragisch ist es bei sterbenden Patienten“, erzählt Gunda Hoefft und hat eine Situation vor Augen, wo sie den Platz der Ehefrau am Bett ihres sterbenden Mannes einnahm, damit diese einen Kaffee trinken oder ein Runde an der frischen Luft drehen konnte.

Freude schenken, durch Zuhören, kleine Botengänge, Spaziergänge oder Vorlesen, ist das, was die Grünen Damen bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit erfüllt. So sind es häufig die kleinen Freuden, die in besonderer Erinnerung bleiben, berichtet Gunda Hoefft. Sie erinnert sich an einen Patienten, der ganz unglücklich darüber war, dass er seiner Frau zum Hochzeitstag nicht wie gewohnt einen Strauß Rosen besorgen konnte. Diesen Dienst übernahm die Grüne Dame gerne. Die Überraschung der Frau war groß, als ihr Ehemann freudig den Strauß Rosen neben seinem Bett hervorzauberte. „Wir möchten den Patienten ihren Klinikaufenthalt erleichtern. Durch kleine Gesten kann man viel bewirken. Wir haben ja Zeit“, lächelt sie und fügt hinzu „Die Grünen Damen sind eine große Gemeinschaft. Jährlich machen wir gemeinsam einen Ausflug und fahren auch zu den bundesweiten Jahrestreffen der Grünen Damen nach Berlin. Manchmal bekommen wir auch Besuch von anderen Grünen Damen, wie jetzt im September aus Bad Pyrmont.“

Nicht nur das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont ist dankbar für das große Engagement der leisen Helferinnen und Helfer, auch zahlreich Patienten und Angehörige schätzen ihre Arbeit sehr. Im Rahmen der Aktion „Helfer Herzen“ der Drogeriemarktkette „dm“ werden die Grünen Damen für ihren ehrenamtlichen Einsatz Ende August geehrt.

Laut Informationen der evangelischen Krankenhaus-Hilfe e.V. (eKH) engagieren sich bundesweit 11.244 Grüne Damen und Herren in 489 Krankenhäusern und 248 Altenhilfeeinrichtungen. Insgesamt leisten sie unentgeltlich rund 1,8 Millionen Einsatzstunden pro Jahr.

Sollten Sie Fragen zu den "Grünen Damen und Herren" haben oder sogar Interesse verspüren, selber aktiv mit zu helfen, dann können Sie sich gern per Email an uns wenden:

Gunda Hoefft g.hoefft@gmx.de