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04.06.2018, Hameln

Der Akutschmerzdienst des Sana Klinikums informiert

Aktionstag gegen den Schmerz am 5. Juni 2018

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei fast allen sind diese nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen Deutschen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Zum Thema Schmerzen informiert, berät und klärt das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont am 05. Juni 2018 von 10 - 14 Uhr an einem Informationsstand in der Eingangshalle auf. Unter der Leitung des Chefarztes der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Dr. Heiner Ruschulte wird Dr. Diana Adibelli, langjährige Expertin des Schmerzdienstes gemeinsam mit ihrem Team den „Aktionstages gegen den Schmerz“ begleiten. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. bietet an diesem Tag zusätzlich eine kostenlose Patientenhotline von 9.00 – 18.00 Uhr unter 0800-18 18 120 an.

Das Thema Schmerzmanagement ist im Umbruch. Wenn auch das „schmerzfreie Krankenhaus“ vorerst eine Illusion bleiben wird, so ist die Vision eines schmerzarmen Klinikaufenthaltes längst Programm im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont. Mit Einführung des Akutschmerzdienstes (ASD) begegnet das Sana Klinikum mit einem speziell ausgebildeten Team wirksam dem Auftreten von postoperativen Schmerzen. Nur zirka zwölf  Prozent aller deutschen Kliniken verfügen über einen zertifizierten Akutschmerzdienst, das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont gehört seit 2016 dazu.

 „Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein umfassendes Konzept, das neben Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, sagt Dr. Diana Adibelli, Ärztin der Akutschmerztherapie im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont. „Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir Patienten und Angehörige beraten und zugleich mit ihnen ins Gespräch kommen“, so die Schmerzexpertin. Die Behandlung durch den Akutschmerzdienst geht weit über das in Kliniken gewöhnlich vorhandene Schmerzmanagement hinaus. „Mittlerweile gibt es sehr gute ganzheitliche Therapiekonzepte, die helfen können, Schmerzen zu lindern. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Patienten mit chronischen Schmerzen oft lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirren, bevor sie den Weg zu einem Spezialisten finden“, weiß Dr. Adibelli und ergänzt „Der Schmerz dient als wichtiger Warnhinweis des Körpers und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sich sonst die Gefahr einer Schmerzchronifizierung erhöht und es so zu weiteren Problemen kommen kann“. Um eine Schmerzchronifizierung nach einer Operation zu verhindern, werden bereits während eines stationären Aufenthaltes gezielt Maßnahmen unternommen. „Unsere stationären Patienten werden mehrfach täglich nach Ihrem Schmerzempfinden gezielt befragt und behandelt. So versuchen wird den Schmerz frühzeitig zu bekämpfen und eine Schmerzchronifizierung zu verhindern“, betont Schwester Heike Bauer, Pain Nurse im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont.
 

Informationen zum Akutschermzdienst

Im Mai 2015 wurde unter der Leitung von Dr. Ben Schwerdtfeger, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, der „Akutschmerzdienst (ASD)“ etabliert. Das Team kümmert sich speziell um akute oder nach einer OP aufgetretene Schmerzen. Zusätzlich wird mittels verschiedener Schmerztherapiekonzepte und Schmerzkatheterverfahren versucht den Schmerz bereits vor dem Auftreten zu unterbinden. Mit Hilfe eines Schmerzkatheters ist der Patient sogar selbst in der Lage sich Schmerzmittel zu verabreichen. Angst vor einer Überdosierung muss er dabei allerdings nicht haben, denn die maximale Dosis wird voreingestellt. „Die Erfahrungen zeigen, dass eine frühzeitig und gezielt eingeleitete postoperative Schmerztherapie zu einer früheren Mobilisation, zeitigen festen Nahrungsaufnahme und zur Verringerung von Komplikationen, wie das Entstehen von Thrombosen oder Schmerzchronifizierungen, führen“, so Dr. Adibelli.

Kontakt

Natalie Arnold
Sana Klinikum Hameln Pyrmont GmbH
St. Maur Platz 1 | 31785 Hameln

Telefon 05151 97 2345 | E-Mail: natalie.arnold@sana.de