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25.06.2018, Hameln

Gefäßspezialist Dr. Tolga Atilla Sagban gibt nützliche Tipps zur Thrombosevermeidung

Die Füße still halten, schadet den Gefäßen

Der Urlaub steht vor der Tür. Viele nutzen die kommenden Sommermonate, um am Meer zu entspannen, fremde Städte zu besuchen oder entfernte Länder zu erkunden. Ob mit Flugzeug oder Bus – manchmal müssen lange Strecken auf sich genommen werden, um zum gewünschten Zielort zu gelangen. Dr. Tolga Atilla Sagban, Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont, erklärt, warum dies zur Gefahr für die Gefäße werden kann.

Thailand – Flugzeit zehn Stunden. Gardasee – Fahrtzeit mit dem Auto bis zu acht Stunden. Budapest – Fahrtzeit mit dem Bus bis zu sieben Stunden. Für welches Urlaubsziel man sich entscheidet, manchmal muss man, um dorthin zu gelangen, lange die Füße still halten. „Und dieses längere, unbewegte Sitzen in Bus, Bahn, Auto oder Flugzeug ist nicht ganz unproblematisch“, weiß Dr. Tolga Atilla Sagban, Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont. Er erklärt, dass der Blutfluss in den tiefen Beinvenen dadurch verlangsamt wird und es zur Gerinselbildung kommen kann. Dann spricht man von der „Reisethrombose“.

Vor allem ältere Menschen oder Menschen mit einer Vorerkrankung sind davon betroffen. Auch Schwangere müssen vorsichtig sein und Patienten, die zu Krampfadern neigen. Die geringe Luftfeuchtigkeit im Flugzeug und zu wenig Flüssigkeitszufuhr bewirken, dass das Blut noch dickflüssiger wird. Außerdem stellt allein das Klima in den tropischen und subtropischen Ländern schon eine große Belastung für das venöse Gefäßsystem dar.

Dr. Sagban rät deshalb, sofern möglich, auf Reisen zu ausreichender Bewegung. Sitzen mit angewinkelten oder überschlagenen Beinen sowie langes Stehen behindern den Blutfluss und sind nicht gut für die Venen. Im Sitzen sollten deshalb immer wieder die Wadenmuskeln benutzt werden, indem ein Wechsel zwischen Zehen- und Fersenstand durchgeführt wird. Bei Flugreisen ist es gut, zwischendurch aufzustehen und sich die Beine „zu vertreten". Das Tragen von Kompressionsstrümpfen bei chronischen Venenleiden oder Krampfadern trägt zur Thrombose-Prophylaxe bei und vor allem Schwangeren empfiehlt er das Tragen dieser Strümpfe.

„Trinken Sie bei Ihren Reisen viel, sorgen Sie für Beinfreiheit und tragen Sie lockere Kleidung“, rät der Gefäßspezialist bei der Urlaubsplanung. „Und legen Sie bei Auto- und Busfahrten immer wieder Pausen ein, während der sie umherlaufen. Das verlängert zwar die An- und Abreisezeit, doch Ihre Venen und Arterien werden es Ihnen danken“.

Kontakt

Natalie Arnold
Sana Klinikum Hameln Pyrmont GmbH
St. Maur Platz 1 | 31785 Hameln

Telefon 05151 97 2345 | E-Mail: natalie.arnold@sana.de