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18.02.2019, Hameln

Durchs „Schlüsselloch“ ans Kreuzband:

In der Orthopädie bzw. Unfallchirurgie gibt es einen Trend, Operationen arthroskopisch durchzuführen. Das heißt: minimal-invasiv über sehr kleine Schnitte, statt das ganze Gelenk zu eröffnen. Prof. Dr. Stefan Hankemeier, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont, erläutert die moderne orthopädische Behandlungsmethode und verdeutlicht die Vorteile für den Patienten.

Was ist eine Arthroskopie überhaupt?

Hankemeier: Unter Arthroskopie verstehen Mediziner eine moderne Methode, um verletzte und beschädigte Gelenke minimal-invasiv operativ zu behandeln. Über nur 1cm lange Hautschnitte werden dabei eine Kamera, das sogenannte Arthroskop, das die Bilder auf einen Monitor am Operationstisch überträgt, und Spezialinstrumente in das zu behandelnde Gelenk eingeführt. Je nach Befund erfolgt dann direkt die geeignete Therapie.

Was kann arthroskopisch behandelt werden?

Ursprünglich wurde die Arthroskopie vor allem bei Eingriffen am Knie eingesetzt, wo man sich über zwei kleine Schnitte Zugang verschafft, um beispielsweise Eingriffe am Kreuzband oder dem Meniskus durchzuführen. Mittlerweile werden jedoch ähnliche Verfahren auch bei vielen anderen Gelenken (Schulter, Sprunggelenke) angewendet.

Was macht Arthroskopie für Arzt und Patient interessant?

Die Arthroskopie bietet zahlreiche Vorteile: Die Schnitte werden deutlich kleiner, dadurch verläuft die Genesung schneller und es kommt seltener zu postoperativen Problemen. Die Patientinnen und Patienten haben während und nach dem Eingriff wesentlich weniger Schmerzen, dadurch sinkt der Schmerzmittelbedarf. Und sie erholen sich rascher und können so früher in ihren Beruf und ihr privates Umfeld zurückkehren.

Sind Arthroskopien für alle Patienten geeignet?

Trotz aller unbestreitbaren Vorteile ist es nicht immer möglich und auch nicht immer sinnvoll, eine Operation arthroskopisch durchzuführen. Typische Indikationen sind zum Beispiel am Knie, Operationen am Meniskus und Knorpel sowie der Kreuzbandersatz, minimal-invasive Stabilisierungen an der Schulter oder Rotatorenmanschettennähte.

Kontakt

Damaris Bollmann
Sana Klinikum Hameln Pyrmont GmbH
St. Maur Platz 1 | 31785 Hameln
Telefon 05151 97 2346  | E-Mail: damaris.bollmann@sana.de